Plötzlich Führungskraft: 8 Tipps für die erste Führungsposition

Die erste Führungsposition zu übernehmen kann ganz schön Angst machen. Ganz neue Herausforderungen und Erwartungen vom eigenen Team, den Vorgesetzten oder Kunden an die eigene Person erhöhen den Druck immens.

Da tauchen schonmal Fragen auf: Traue ich mir das überhaupt zu? Bin ich wirklich geeignet dafür?


Folgende 8 Tipps sollen Dir helfen, Deine erste Führungsposition bestmöglich zu meistern:


1. Starte mit Selbstreflektion

Reflektiere Dich selbst: Was sind Deine Stärken/Schwächen als Führungskraft und für welche Werte stehst Du? Welche Vision von Dir selbst möchtest Du als Führungskraft leben?

  • Tipp #1: Überlege, welche anderen Führungskräfte Dir im Laufe Deiner Karriere positiv oder negativ in Erinnerung geblieben sind. Was möchtest Du von diesen übernehmen oder was möchtest Du auf jeden Fall anders machen? Notiere Dir die Antworten zur anschließenden Umsetzung.

2. Plane im Voraus

Je besser Deine Vorbereitung ist, desto sicherer fühlen wir uns. Überlege Dir bereits vor Deinem Start, wie der erste Tag, die erste Woche und der erste Monat aussehen soll.

  • Tipp #2: Wie soll Deine Vorstellung im Team erfolgen? Wann und wie wirst Du erste one-on-one Gespräche ansetzen? Wann wird es einen Teamworkshop geben?

3. Sei empathisch

Versetze Dich gedanklich in die Lage deines Teams. Stelle Dir folgende Fragen: Was sind die Stärken Deines Teams? Vor welchen Herausforderungen stehen die Teammitglieder - einzeln und auch als Team?

  • Tipp #3: Klingt vielleicht etwas unkonventionell, aber probiere es im ersten Schritt mal mit einer „Pflanzanleitung“ für jedes Teammitglied. Kennst Du die Pflanzanleitungen aus Karton, die in vielen Blumentöpfen stecken und Hinweise zur Pflege geben? Die Idee der „Pflanzanleitung“ lässt sich in abgewandelter Form auch auf Deine Mitarbeiter*innen übertragen: Schreibe dir für jede*n Mitarbeiter*in vier Punkte auf, wie er/sie behandelt werden möchte, um optimal zu „gedeihen“. Diese vier Punkte kannst Du idealerweise zusammen im Vier-Augen-Gespräch oder im Team zusammen besprechen. Zum Beispiel: Frau M. freut sich über stetiges Feedback; sie benötigt viel Transparenz; sie möchte die ersten 30 Minuten am Tag in Ruhe ihre Emails checken und sie braucht grundsätzlich Harmonie im Team. Schreibe auch für Dich selbst eine „Pflegeanleitung“ und teile sie mit dem Team.

4. Bewerte den gesamten Unternehmenskontext

In Deiner Führungsposition ist nicht nur Dein eigener Erfolg entscheidend, sondern auch die Performance des gesamten Teams. Analysiere den gesamten Unternehmenskontext: Wie ist die Geschäftslage generell? Vor welchen Chancen und Risiken steht das Unternehmen?

  • Tipp #4: Notiere Dir Deine Antworten auf diese Fragen und trete in den Dialog dazu mit allen Beteiligten (deinem eigenen Chef, Kunden, Lieferanten und Deinen Kollegen auf gleicher Stufe). So zeigst Du, dass Du strategisch agierst und den gesamten Unternehmenserfolg stets im Blick hast.

5. Eigene Leistung versus Gesamtleistung

In Deiner neuen Rolle wird es nicht mehr nur um Deine eigene Leistung, sondern um die Gesamtleistung des Teams gehen. Dein Team zu beeinflussen erweist sich meistens als weit schwieriger als nur die eigenen Leistungen zu beeinflussen.

  • Tipp #5: Ab sofort geht es nicht mehr um Dich und Deine Leistung, sondern um Dein Team und Eure Gesamtleistung - das ist der neue Maßstab des Erfolgs.

6. Mikromanagement versus Verantwortung abgeben

Junge Führungskräfte verlieren sich oftmals im Mikromanagement, da sie Angst vor Kontrollverlust haben. Je mehr sie sich jedoch in fachliche Bereiche ihrer Mitarbeiter*innen einmischen, desto mehr empfinden dies die Mitarbeiter*innen als Misstrauen, was sich negativ auf ihr Engagement auswirken kann.

  • Tipp #6: Verliere Dich nicht im Mikromanagement und lerne Verantwortung abzugeben.

7. Gute Beziehungen zu einzelnen Personen versus gute Beziehung zum ganzen Team

Wenn Du ganz neu in Deiner Rolle als Führungskraft bist, kann es sein, dass Du dich auf gute Beziehungen zu einzelnen Mitarbeitern verlässt. Du hast jedoch die Verantwortung für das gesamte Team!

  • Tipp #7: Bemühe Dich um ein motivierende Teamkultur und eine gute Teamleistung - konzentriere Dich nicht nur auf einzelne Personen.

8. Führen heißt auch Fehler zu machen

Es ist ganz normal, in einer neuen Rolle als Führungskraft auch Fehler zu machen. Dies ist kein Vergnügen, da die bisherige berufliche Identität in Frage gestellt wird und das eigene Selbstbild angegriffen wird.

  • Tipp #8: Es ist nicht automatisch persönliches Unvermögen, wenn Du Fehler in Deiner ersten Führungsposition machst. Bespreche Dich mit erfahrenen Mentoren*innen, die Dir helfen, Dich in Deiner ersten Führungsrolle zurechtzufinden. Suche Dir idealweise eine*n Mentor*in, der/die fachlich etwas anderes macht. So könnt ihr Euch auf den Ausbau Deiner Führungsqualitäten konzentrieren und driftet nicht so schnell in den fachlichen Bereich ab.

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