Tipps für den Lebenslauf

Chancen auf den Traumjob steigern: Der Lebenslauf bildet den Kern Ihrer Bewerbung. Personaler lesen ihn oft zuerst. Denn er enthält alle relevanten Qualifikationen der Stellenanzeige – verteilt auf beruflichen Werdegang, Kenntnisse, Weiterbildungen, Interessen und Hobbys. Alles zusammen ergibt ein überzeugendes Profil für Ihre Bewerbung. Um zu überzeugen, muss der tabellarische Lebenslauf lückenlos, vollständig und übersichtlich sein. In einer ausführlichen Anleitung zeigen wir Ihnen, wie Sie einen professionellen Lebenslauf schreiben, aufbauen und strukturieren.


Lebenslauf Aufbau

Der perfekte Lebenslauf hat eine Länge von ein bis maximal drei DIN A4 Seiten. Berufseinsteiger und Bewerber mit weniger als 5 Jahren Berufserfahrung sollten mit einer Seite auskommen. Grundsätzlich gibt es drei Arten von Lebensläufen:

  • Tabellarischer Lebenslauf (Standard)

  • Ausführlicher Lebenslauf (Lebenslauf als Fließtext)

  • Handschriftlicher Lebenslauf (nur falls verlangt)

Falls nichts anderes verlangt wird, sollten Sie immer die tabellarische Variante wählen. Sie besitzt maximale Übersichtlichkeit: links stehen die Zeiträume (Muster: MM/JJJJ – MM/JJJJ), rechts die Inhalte.

Diese werden in Abschnitte gegliedert und nach Überschriften geordnet. So ergibt sich der klassische Aufbau des Lebenslaufs:

  • Titel & Persönliche Daten

  • Angestrebte Position

  • Beruflicher Werdegang

  • Ausbildung & Praktika

  • Besondere Kenntnisse

  • Interessen & Hobbys

  • Ort, Datum & Unterschrift


Pflichtangaben und freiwillige Angaben

Zu einem „vollständigen“ Lebenslauf gehören ALLE Pflichtangaben. Wer sie vergisst, riskiert, dass die Bewerbung aussortiert wird. Andere Angaben sind durch das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) freiwillig:

Pflichtangaben

  • Persönliche Daten

  • Lückenloser Werdegang

  • Ausbildung / Studium (höchster Abschluss)

  • Relevante Kenntnisse

  • Ort, Datum & Unterschrift

Freiwillige Angaben

  • Staatsangehörigkeit

  • Familienstand

  • Konfession

  • Bewerbungsfoto

  • Interessen & Hobbys

  • Weiterbildungen, Auszeichnungen

  • Auslandserfahrungen


Lebenslauf Inhalt

Die Inhalte hängen von Ihrem bisherigen Werdegang ab. Die berufliche Vita ist eine kompakte und fokussierte Darstellung Ihrer Erfahrungen und Fachkenntnisse. Faustregel: Alles, was für die ausgeschriebene Stelle relevant ist, stellen sie ausführlich und aussagekräftig dar. Den Rest fassen Sie kurz oder streichen ihn ganz.

Titel + Persönliche Daten

Die perfekte Überschrift lautet „Lebenslauf“ oder „Lebenslauf Vorname + Nachname“. Danach folgen die Angaben zu Ihrer Person. Sie bilden die „Kopfzeile“ des Lebenslaufs. Sie muss aktuell und fehlerfrei sein.

Kompetenzprofil

Ein moderner Trend ist, die Vita durch graphische Elemente aufzuwerten. Zum Beispiel Schlüsselqualifikationen, Stärken oder Erfahrungen in einer Art „Mini-Kurzprofil„. Dadurch heben sich Bewerber von der Masse ab.


Bewerbungsfoto

Das Bewerbungsfoto ist heute freiwillig, wird aber gerne gesehen. Falls Sie sich dazu entscheiden, muss es ein professionelles Foto sein – von einem Fotografen. Selbstgemachte Fotos sehen auch genauso aus. Das perfekte Foto zeigt Sie im Profil oder Halbporträt – Gesicht plus Teil des Oberkörpers. Der Hintergrund sollte neutral und einfarbig sein. Und: lächeln! Das wirkt sympathischer und aufgeschlossener.


Bewerbungsvideo

Je nach Beruf und sehr modern: Platzieren Sie in der beruflichen Vita zusätzlich einen Link oder QR-Code zu einer Bewerbungshomepage oder einem Bewerbungsvideo. Das macht die Bewerbung noch persönlicher. Im Video können Sie mehr über Ihre Motivation erzählen und mit Ihrer Begeisterung für die Stelle punkten.


Angestrebte Position

Dieser Trick hat schon vielen Bewerbern geholfen: Nennen Sie im Lebenslauf die angestrebte Position aus der Stellenanzeige! Das beweist Ihre Entschlossenheit und macht den CV einzigartig


Beruflicher Werdegang

Herzstück des Lebenslaufs bildet der Berufliche Werdegang (oder „Berufserfahrung„). Er wird heute „antichronologisch“ verfasst. Bedeutet: Sie beginnen mit der aktuellen Tätigkeit und gehen dann zeitlich zurück.


Interne Jobwechsel im Lebenslauf

Falls Sie den Job innerhalb des Unternehmens gewechselt haben – etwa durch eine Beförderung – können Sie das im Lebenslauf ebenfalls darstellen. Zuerst wird der Gesamtzeitraum der Beschäftigung und der Arbeitgeber angegeben. Dann folgen – eingerückt – die Zeiträume der einzelnen Positionen.


Elternzeit erwähnen?

Da die Elternzeit zwischen drei Monaten und drei Jahren dauern kann und die Berufstätigkeit unterbricht, muss sie im Lebenslauf erwähnt werden. Andernfalls entsteht eine „Lücke“. Sie müssen hierzu aber keinen eigenen Abschnitt anlegen. Die Elternzeit wird wie eine berufliche Station in den Werdegang eingefügt.


Studium / Ausbildung / Schule

Zur „Ausbildung“ gehört nicht nur die berufliche Ausbildung, sondern auch das Studium oder die schulische Bildung. Wichtig ist aber nur der Abschluss und die Gesamtnote.


Wer einige Zeit im Ausland war oder Auslandssemester absolviert hat, sollte das erwähnen. Nennen Sie dazu das Land und die Universität, an der Sie studiert haben. Solche Erfahrungen beweisen interkulturelle Kompetenz.

Abgebrochenes Studium nennen?

Falls Sie Ausbildung oder