Wahre Worte für Gründer

Leseprobe aus "Besser im Job", 2. Auflage, Kapitel "Macht", ISBN 978-3-9822130-3-3

Konkret und im Detail - Die Gründer-Tage (2-Tages-Workshop) https://www.olion.online/product-page/seminar-gr%C3%BCnder-tage


Mehr Macht heißt dünne Luft. Sie werden angreifbar. Und natürlich wird man Sie auch angreifen, es sei denn Sie sind geschäftsführender Alleingesellschafter. Dann kommt der Krieg nur noch von außen. Smile.Sollten Sie sich also selbstständig machen wollen, dann reden wir jetzt mal über verschiedene Inhalte, die da auf Sie zukommen. Also außerhalb ihrer Idee, des Konzepts und wie Sie ihr Produkt am Markt platzieren. Da kommen viele formale Themen und Sachinhalte, die Ihnen vielleicht gar keinen Spaß machen. Sie müssen Sie aber bis zu einem gewissen Grad durchdringen, sonst holen Sie sich nicht nur eine blutige Nase, dann ist gleich das ganze Gesicht weg. Ja, eine blutige Nase holen Sie sich auf jeden Fall. Garantiert. Wirklich. Ja. Keine Widerworte. Werden Sie sehen.


Wir reißen die Themen nur an. Einiges kann man auch extern machen lassen, aber nochmal, Sie müssen es verstehen.


Fangen wir mit dem Finanz-und Rechnungswesen an. Nach den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung (GOB) darf keine Buchung ohne Beleg erfolgen. Auch jeder noch so popelige Übernachtungs-oder Bewirtungsbeleg. Jeder blöde Beleg muss dann auch die Anforderungen der Finanzbehörden erfüllen, sonst wird der bei der Steuerprüfung gestrichen und Sie zahlen den Käse selbst. Dann kaufen Sie und Sie verkaufen etwas, und wenn es auch nur ihre eigene Dienstleistung ist. Es können aber auch volatile Rohstoffe an der Börse, gehandelt im Dollar, sein. Hatten wir, ist schwieriger.Wenn Sie Geschäfte mit dem Ausland haben, egal ob Einkauf oder Verkauf, dann kann die Umsatzsteuer 0% oder irgendwas anderes sein. Mit manchen Ländern gibt es auch ein Reverse-Charge-Verfahren, d.h. das Abführen der Steuer verschiebt sich. Bei der Gelegenheit sei kurz genannt, dass wir auch verschiedene Mehrwertsteuersätze haben, je nachdem, um was es sich handelt. Umsatzsteuer und Vorsteuer werden verrechnet, was übrig bleibt wird dann mit dem Finanzamt reguliert. Das ist also nur ein durchlaufender Posten, der die Liquidität betrifft. Das ist auch der Grund, warum man immer in Nettopreisen denkt. Je nachdem, wie das Finanzamt das will, führen Sie das dann ab, bei größerem Volumen monatlich. Also müssen Sie jeden Monat melden und abführen. Kann ihr Steuerberater machen, aber Sie müssen ihre Liquidität im Auge behalten und entsprechend eine Liquiditätsplanung erstellen. Belege sammeln, vorkontieren und buchen sowieso. Je akkurater, desto besser. Ich kenne Unternehmer, die schauen sich noch nicht einmal die monatliche betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA) an. Die machen einen Blindflug. Glauben Sie mir, das geht nur solange gut, wie die Geschäfte auch brummen und bei einem einfachen Geschäftsmodell. Hatten wir nicht. Wie die meisten. Wie bedauerlich. Die BWA zeigt Ihnen auf, wo Sie gerade stehen und wie sich Erträge und Kosten aufgliedern. Da ist zwar auch schon ein Monat vergangen, aber immerhin besser als nur die Bilanz zu lesen. Die gibt Ihnen zwar auch Aufschluss über vieles, ist aber nur ein Blick nach hinten und hilft Ihnen im aktuellen Business nur wenig. Immerhin wissen Sie, wie sich alles zusammengesetzt hat und wieviel Steuern Sie zu zahlen haben. Auch die greifen dann wieder in die Liquidität, also ihr Portemonnaie. Je nach Unternehmensform, sagen wir eine GmbH, muss dann eine Gesellschaftersitzung abgehalten werden, die über die Verwendung des Gewinns entscheidet. Ihr Gewinn wird dann wieder versteuert, bei ihrer Einkommensteuer. Mist.


Wenn Sie ihr Unternehmen aktiver steuern wollen, dann können Sie Kostenstellen und Kostenträger anlegen. Also nicht nur was für Kostenblöcke habe ich, sondern wofür im Einzelnen? Das ist gut zu wissen, wenn Sie investieren wollen oder kalkulieren müssen. Es wäre doch gut zu wissen, wann eine neue Maschine Sinn macht oder ab welchem Preis Sie Gewinn machen können. Dazu müssen Sie aufgliedern können. Vielleicht macht eine Deckungsbeitragsrechnung Sinn, wie wir Sie hatten, um unseren 80-köpfigen, mehrstufigen Vertrieb bewerten zu können. Nur dann finden Sie heraus, wo esläuft und wo nicht.


Controlling heißt nicht nur Kontrolle. Es ist ein Steuerungsinstrument, denn wenn Sie ihre Kostenstrukturen kenne, dann können Sie mit wenn-dann-Spielen anfangen. Prognosen erstellen und viele, viele weitere nützliche Helferlein bauen.Vielleicht in Form eines Dashboards mit Ampeln. Das sagt ihn dann im besten Fall in Echtzeit, wo es gerade geil läuft und wo Sie pennen oder es gar brennt.

Natürlich haben Sie als Unternehmer auch Vorteile. Sie können eben Bewirtungskosten absetzen oder einen Geschäftswagen über die Firma anschaffen. Aber wie wickeln Sie denn die Einkäufe ab? Wie stellen Sie Anfragen, wie dokumentieren Sie und wie ist das mit Digitalisierung? Auch als Kleinunternehmer brauchen Sie dafür schon heterogene IT-Systeme, die bestenfalls miteinander vernetzt sind. Also Einkauf mit Buchhaltung, Verkauf mit Buchhaltung, dann noch Anlagenbuchhaltung oder Lohnabrechnung.


Wenn Sie Mitarbeiter haben, wird es noch komplizierter. Wer arbeitet woran, habe ich die Stammdaten und Aufträge im Griff? Das Mahnwesen? Kein Flachs, ich kenne Unternehmen, die führen Aufträge aus, ohne unterschriebene Bestellung oder Auftragsbestätigung. Da sagt so ein Kunde auch gerne mal, dass er es nie beauftragt hat. Arbeit umsonst. Oder Sie leisten ihre Arbeit, aber der zahlt nicht. Es gibt Unternehmen, die das monatelang gar nicht gemerkt haben. Schlecht für die Liquidität. Vielleicht sogar existenzbedrohend. Können Sie dann auch rausgeben, aber dann muss Ihnen klar sein, dass ein externer Dienstleister ihren Kunden kontaktiert. In gewohnter Manier. Der kennt den Kunden nicht, der will nur schnell das Geld, also ist der Tonfall vielleicht anders, als Sie es machen würden, um ihren Kunden trotzdem behalten zu können.


Personal ist sowieso schwierig. Das muss manfinden. Das muss passen. Und wenn ich es tatsächlich gefunden habe, dann muss ein Vertrag her und die Integration, das Onboarding, beginnt, damit auch alles so läuft, wie es soll. Ich muss die Aufbau-und Ablauforganisation im Griff behalten, alle Zahnräder müssen ineinandergreifen, und ihre Firma verändert sich mit jedem neuen Mitarbeiter. Auch ihre eigene Rolle. Spätestens ab 20 Mitarbeitenden erreichen Sie dann eine kritische Masse, wo Sie ohne klare Prozesse und Spielregeln verlieren werden.


Im Verkauf müssen Sie Marketing betreiben, aber welche Wege gehe ich? Bringt mir Social Media etwas? Wie definiere ich meine Corporate Identity und welche Kampagnen mache ich? Und wie weiß ich, dass das was bringt?

Ich empfehle hier einen Jahresmarketingplan mit Aktionen, die jeweils gemessen werden. JEDE Marketing-Maßnahme ist, wenn man Sie richtig aufsetzt, messbar. Lassen Sie sich nichts anderes erzählen. Dann kann ich meine Maßnahmen nämlich bewerten und festlegen, welche ich wiederholeoder gar ausbaue und welche ich durch eine andere ersetze. So wird Vertrieb, abgesehen, dass Sie gute Leute dafür brauchen, planbar.


Neben einer guten Kalkulation, die so transparent sein sollte, dass Sie wirklich die erfolgreiche Durchführung ihres Auftrags planen können, brauchen Sie auch ein Risikomanagement. Auch hier gibt es Methoden und Modelle, die Ihnen helfen, die Sie aber auf ihre spezifischen Bedürfnisse umsetzen müssen. Dafür müssen Sie Transparenz besitzen über so ziemlich alle Aspekte ihres Unternehmens. Na, Halleluja.


Jetzt multiplizieren Sie diese Themen und weitere auf ein Unternehmen mit 250 Mitarbeitenden. Jetzt wissen Sie schon einmal, warum viele Geschäftsführer überfordert sind.


Im Workshop zeigen wir Ihnen, wie Sie Superkräfte bekommen. Sie lernen Pitchen, Farbtypen und vielerlei Nützliches, um Ihren Traum wahr werden zu lassen. Hier nochmal der Link: https://www.olion.online/product-page/seminar-gr%C3%BCnder-tage


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