Wie Unternehmen die Belegschaft stärken können

Um auf Veränderungen in unsicheren Zeiten adäquat reagieren zu können, haben Unternehmen die Möglichkeit, die Resilienz ihrer Arbeitskräfte zu verdreifachen. Der Schlüssel zum Erfolg sind hierbei umfassende, in sich abgestimmte Gesundheits- und Wellbeing-Programme, die physische, soziale, emotionale, finanzielle und berufliche Bedürfnisse abdecken.


Unter dem Namen "The Rising Resilient" veröffentlicht Aon, eines der weltweit führenden Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen, eine neue Studie, die sich mit dem Thema der Widerstandsfähigkeit von Mitarbeitern in Unternehmen auseinandersetzt.


Grundlage bildern hierfür die Ansichten, Einschätzungen und Erkenntnisse sowohl von Arbeitgebern als auch Arbeitnehmern aus insgesamt fünf europäischen Ländern zu den folgenden drei Schlüsselindikatoren für eine hohe Resilienz: das Sicherheitsgefühl des einzelnen Mitarbeiters am Arbeitsplatz, das Gefühls dazu zu gehören und die Möglichkeit, das eigene Potenzial voll ausschöpfen zu können.


Widerstandsfähig und belastbar zu sein bedeutet hierbei, dass Menschen sich besser an neue oder herausfordernde Situationen anpassen können. Sie gehen besser mit Stress um und besitzen die Fähigkeit, trotz negativer Einflüsse motiviert zu bleiben. Auf diese Weise helfen sie dabei, die Resilienz des gesamten Unternehmens zu erhöhen, damit übergreifende Veränderungen besser bewältigt werden können.

Die Studie zeigt anschaulich, dass eben diese Indikatoren das Problem der Unternehmen sind: 42 Prozent aller befragten Arbeitnehmer gaben an, sich an ihrem Arbeitsplatz nicht sicher zu fühlen. 52 Prozent haben den Eindruck, nicht zugehörig zu sein und 55 Prozent sind der Meinung, sich nicht ihrem Potenzial entsprechend entwickeln zu können. Eine Erkenntnis, die von Arbeitgebern national sowie international als Grundlage genutzt werden sollte, um ihre jeweilige Wellbeing-Strategie grundlegend zu überdenken.


Schlüsselerkenntnis der Auswertung ist, dass sich nur 30 Prozent der befragten Mitarbeiter selbst als resilient einschätzen. Die daraus für den Arbeitgeber resultierende Konsequenz: Belegschaften mit einer nur geringen Widerstandsfähigkeit zeigen ein um 55 Prozent geringeres Engagement am Arbeitsplatz; die Wahrscheinlichkeit, dass sie das Unternehmen verlassen, ist um 42 Prozent höher.


Strategie ist gefragt

Mit der aktuellen Lage zur Resilienz am Arbeitsplatz sind zahlreiche, konkrete Möglichkeiten verbunden, wie Unternehmen ihre Belegschaften stärken, Talente ansprechen und langfristig halten können. Die Studie zeigt, dass Arbeitgeber durch das Angebot eines strategisch aufgesetzten Programms, basierend auf dem Konzept "Wellbeing", die Widerstandsfähigkeit ihrer Mitarbeiter um ein dreifaches verbessern können.

Dass zwischen Theorie und Praxis aber häufig viel Luft nach oben ist, wird jedoch spätestens dann deutlich, wenn man sich die aktuelle Lage zur Umsetzung solcher Programme ansieht: Zwar zeigt die Befragung der ausgewählten Unternehmen auf, dass ein Großteil bereits Gesundheits- und Wellbeing-Maßnahmen etabliert hat und 80 Prozent der Befragten zudem angaben, von den positiven Einflüssen überzeugt zu sein, diese Initiativen würden jedoch meist nicht zu einer Steigerung der Belastbarkeit der Belegschaften führen.


Aus der Krise lernen

Neben der generellen Herausforderung einer resilienten Belegschaft legt die Studie einen weiteren Fokus auf die Auswirkungen von COVID-19 auf Arbeitgeber sowie Arbeitnehmer und stellt die Reaktionen der Unternehmen auf den Prüfstand.

Hierbei zeigt sich, dass insbesondere Arbeitgeber in Europa, die bereits vor Eintritt der Pandemie stärker in Gesundheits- und Wellbeing-Maßnahmen für Ihre Mitarbeiter investierten, vor allem in den ersten Wochen von COVID-19 schneller und fokussierter Maßnahmen ergriffen, um die Sicherheit und das Wohlergehen ihrer Belegschaft sicher zu stellen. Im direkten Vergleich der Unternehmen, die konkrete Initiativen ergriffen, lagen diejenigen mit umfassenden, bereits etablierten Wellbeing-Konzepten weit vorne.


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